Voller Turniertag – vier Medaillen

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Voller Turniertag – vier Medaillen

Halbzeit in Stuttgart

Mit acht WDSF- und drei GOC-Turnieren präsentierte auch der dritte Tag der German Open 2026 ein abwechslungsreiches Turnierprogramm. Die Medaillenausbeute: eine Goldmedaille für Caroline Overheu (Solo Female JunII), eine Silbermedaille Sebastian Bier/Elisabeth Wilhelm (JunI Latein) und zwei Bronzemedaillen für Maxim Zielke (Solo Male) sowie Ingo Bauer/Sandra Fürsattel (Senioren III Standard). Mit diesem Ergebnis klettert Deutschland im Medaillenranking von Platz sechs auf Platz fünf.

Thaddeus und Alina im Finale der Rising Stars

Thaddeus Barthel/Alina Bitlian Foto: AK

WDSF Open Latin Rising Stars

Ein bunt gemischtes Feld – 176 Paare aus 45 Nationen - ging am späten Vormittag auf die Fläche des Beethovensaals. Ein bunt gemischtes Finale – sechs Paare aus sechs Nationen – präsentierten sich am späten Abend dem begeisterten Publikum.

Damit war es aber auch schon vorbei, mit dem bunten Angebot. Die Plätze im Finale wurden sehr eindeutig vergeben. Mit fünf gewonnenen Tänzen setzen sich Stefan Kagadi / Tamara Belenkaya an die Spitze des Feldes. Ihnen folgten auf Platz zwei Kajetan Tygielski / Nicole Menser, die diesen Platz ebenfalls in allen Tänzen belegten. Mit fünfmal Platz drei eroberten Weiyi Xia / Yijia Li den noch letzten freien Platz auf dem Podium.

Die einzigen deutschen Vertreter im Finale, Thaddeus Barthel / Alina Bitlian aus Bremen tanzten auf Platz fünf und knüpften damit ihren danceComp-Erfolg an. Das Paar tanzt erst seit April dieses Jahres zusammen. Für die Bremer waren die GOC Stuttgart erst das achte internationale Turnier.

1. Stefan Kagadi / Tamara Belenkaya, Kasachstan
2. Kajetan Tygielski / Nicole Menser, Polen
3. Weiyi Xia / Yijia Li, China
4. Matyas Kolozsvary / Rebeka Balogh, Ungarn
5. Thaddeus Barthel / Alina Bitlian, Grün-Gold-Club Bremen
6. Michele Nassimbeni / Lusjana Gjergji, Albanien
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12. Robin Goldmann / Arina Vashechenko, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
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21. Mikita Senin / Michele Mühlig, Bielefelder TC Metropol

Bronze schlägt Gold

WDSF Open Youth Standard

Sehr international ging es bei der Jugend Standard zu mit 90 Paaren aus 23 Ländern und zwei Kontinenten. Der DTV stellte mit 18 Paaren die größte Gruppe, von denen noch zwei das Semifinale erreichten. Das Finale überließen sie jedoch den Gästen aus dem Ausland. Vier Finalisten der letzten Europameisterschaft (April 2026) waren die Garantie für den hochklassigen Abschluss des WDSF-Turniers.  

Klare Sieger mit dem ersten Platz in allen Tänzen wurden Matas Puplevicius/Gabija Vilciauskaite, die auf der Europameisterschaft den dritten Platz belegt hatten und nun die Europameister auf den zweiten Platz verwiesen. Damit hatten Artem Crivenco / Alexandrina Martinova auf der GOC in beiden Sektionen den zweiten Platz belegt. Dritte wurde Eli David mit seiner neuen Partnerin Emmi Brener, mit der er auf der GOC das erste gemeinsame Turnier getanzt hatte (7. Platz in der U21 Standard).

Im Semifinale tanzten noch zwei deutsche Paare: Nicolas Valentin Denius / Jana Milicevic belegten Platz acht vor Serhil Kondratov / Jolie Pickshaus, die dieses Turnier mit dem zehnten Platz abschlossen. Einige Paare werden sich sicher auf dem letzten Turnier der Jugend wieder treffen – am Samstag geht es über Zehn Tänze. (usr)

1. Matas Puplevicius / Gabija Vilciauskaite, Litauen (5)
2. Artem Crivenco / Alexandrina Martinova, Moldawien (10)
3. Eli David / Emmi Brener, Israel (15)
4. Martin Makarov / Regina Peik, Estland (21,5)
5. Raul Gabriel Radu / Ioana Usvat, Rumänien (23,5)
6. Patrick Berbece / Andreea Sturzinschi, Rumänien (30)

Gold für Caroline Overheu nach einem zwölf Stunden Turniertag

Caroline Overheu Foto: SoS

WDSF Open Solo Latin Female Junior II

Mit beeindruckenden 152 Starterinnen eröffnete das WDSF Open Solo Latin Female Junior II den dritten GOC-Tag im Hegelsaal. Bereits um 9:00 Uhr begann der Wettbewerb und für die Tänzerinnen hieß es über viele Stunden und mehrere Runden hinweg: alles geben, um am späten Abend noch dabei zu sein. Gegen 21:30 Uhr standen schließlich die sechs Finalistinnen fest, die ab 22:00 Uhr ein letztes Mal gemeinsam auf die Fläche gingen.

Und dort war von der langen Turnierdauer kaum etwas zu spüren. Die sechs Tänzerinnen wurden bei ihren letzten Runden von frenetischem Jubel begleitet. Selbst die Wertungsrichter am Flächenrand ließen sich von der Stimmung mitreißen und schwangen im Takt mit.

Aus deutscher Sicht gab es am Ende allen Grund zum Feiern: Caroline Overheu setzte sich deutlich an die Spitze des großen internationalen Starterfeldes und krönte ihren langen Turniertag mit der Goldmedaille.

Deutlich enger ging es auf den folgenden Plätzen zu. Zwischen Rang zwei und vier entschied jeweils nur ein Punkt über die Platzierung. Barbare Kobakhize aus Georgien behauptete sich in diesem engen Rennen und sicherte sich Silber. Nur einen Punkt dahinter folgte Natalia Simo aus Spanien mit der Bronzemedaille. Francesca Monocchio aus Italien verpasste das Treppchen wiederum mit nur einem weiteren Punkt Abstand und belegte Rang vier.

Auf den abschließenden Finalplätzen waren die Abstände wieder deutlicher. Ecrin Ada Demirer aus der Türkei ertanzte sich Platz fünf, Sara Pelekh aus Israel komplettierte das sechsköpfige Finale auf Rang sechs.

Nach rund zwölf Stunden Turnier und einem Feld von 152 Starterinnen endete der Auftakt im Hegelsaal damit mit einem Heimsieg: Gold für Caroline Overheu und Deutschland. (KS)

1. Caroline Overheu, Royal Dance Remseck
2. Barbare Kobakhidze, Georgien
3. Natalia Simo, Spanien
4. Francesca Monocchio, Italien
5. Ecrin Ada Demirer, Türkei
6. Sara Pelekh, Israel
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18. Sophia Haak, Grün-Gold-Club Bremen
25. Anastassia Buchalla, Royal Dance Remseck

Luftsprünge und Freudentränen für italienischen Doppelsieg

Maxim Zielke Foto: XF

WDSF Open Solo Latin Male Junior I

Bei den WDSF Open Solo Latin Male Junior I blieb das Starterfeld bis zum Schluss komplett: Alle sieben angetretenen Tänzer durften gemeinsam in die zweite Runde und damit ins Finale einziehen. Dort ging es noch einmal zusammen auf die Fläche, um die sieben Platzierungen und natürlich die begehrten Medaillen auszutanzen.

Das internationale Feld war dabei nahezu paarweise besetzt: Chinese Taipei, Hongkong und Italien stellten jeweils zwei Tänzer. Deutschland war mit Maxim Zielke als einzigem Starter vertreten – und der schaffte es direkt aufs Treppchen. Zielke setzte sich gegen einen Großteil der internationalen Konkurrenz durch und sicherte sich mit Rang drei die Bronzemedaille.

Die Plätze sechs und sieben gingen an Chen-Jui Hung und Chi-Jui Hung aus Chinese Taipei. Davor reihten sich die beiden Starter aus Hongkong ein: Isco Cheung belegte Rang fünf, Travis Leeroy Yeung tanzte sich auf den vierten Platz und damit knapp am Podium vorbei.

Die beiden Spitzenplätze machten schließlich die italienischen Tänzer unter sich aus. Arm in Arm warteten Riccardo Zacheo und Cristian Perrone auf die Verkündung des zweiten Platzes und damit auf die Entscheidung um Gold. Als Zacheo als Silbermedaillengewinner aufgerufen wurde, war auch klar, wer ganz oben auf dem Treppchen stehen würde: Cristian Perrone sicherte sich Gold und ließ seiner Freude über den Turniersieg mit einem Luftsprung freien Lauf.

So endete das kleine, aber international besetzte Finale mit einem italienischen Doppelerfolg an der Spitze und einer Bronzemedaille für Deutschland. (KS)

1. Cristian Perrone, Italien
2. Riccardo Zacheo, Italien
3. Maxim Zielke, TSC Astoria Karlsruhe
4. Travis Leeroy Yeung, Hong Kong, China
5. Isco Cheung, Hong Kong, China
6. Chen-Jui Hung, Chinese Taipei
7. Chi-Jui Hung, Chinese Taipei

Auf Bronze folgt Silber für Bier/Wilhelm

Sebastian Bier/Elisabeth Wilhelm Foto: XF

WDSF Open Latin Junior I

Wer alle zehn Tänze eines Turniers gewinnen kann, schafft locker auch die Hälfte: Eduard Gabriel Croitoru / Ana Colbu hatten zum GOC-Auftakt bereits das Turnier der Junioren über Zehn Tänze gewonnen und holten sich im Lateinturnier die zweite Goldmedaille. Damit ließen sie 61 Paare aus zwanzig Ländern Europas und Asiens hinter sich. Die unmittelbare Konkurrenz war im zweiten Turnier ebenfalls am Start. Die deutschen Vizemeister der Junioren I, Sebastian Bier/Elisabeth Wilhelm, sicherten sich auch im internationalen Vergleich mit dem zweiten Platz in drei Tänzen die Silbermedaille und damit das zweite GOC-Edelmetall. Roman Shtepliuk / Olivia Kuziv hatten in der Kombination mit dem siebten Platz das Finale knapp verpasst. Im Lateinturnier erreichten sie das Treppchen mit einem Punkt Vorsprung vor Ronin Moldovan / Zsofia Gombos. (usr)

1. Eduard Gabriel Croitoru / Ana Colbu, Rumänien (5)
2. Sebastian Bier / Elisabeth Wilhelm, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim (12)
3. Roman Shtepliuk / Olivia Kuziv, Ukraine (16)
4. Ronin Moldovan / Zsofia Gombos, Rumänien (17)
5. Evgeni Morugin / Vera Rjabosapka, Estland (26,5)
6. Nurtugan Samatuly / Inzhu Kaldybek, Kasachstan (28,5)
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9. Pytrosian Hryhor / Daniela Wilhelm, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
Elias Schmidt / Alisa Gerich, TSZ Exzellenz Baden-Baden

Sieben Paare, drei Nationen, Doppelsieg für Italien

WDSF Open Standard Senior V
33 Paare starteten in das Turnier in der Alten Reithalle, sie präsentierten neun Nationen. Die Finalrunde erreichten sieben Paare. Zu den fünf Paaren aus Italien gesellten sich noch je ein Paar aus Tschechien und Frankreich.
Die Vergabe von Gold und Silber war eine eindeutige Sache. Mit allen gewonnenen Tänzen stellten sich Piero Lassi / Sylvia Golini ganz oben auf dem Treppchen auf. Zu ihrer Rechten nahmen Giovanni Boccu / Federica Gualina Aufstellung, die in allen Tänzen Platz zwei belegten.
Enger wurde es bei der Vergabe der Bronzemedaille. Jan Hon / Jaroslava Honova aus Tschechien sammelten drei dritte, einen vierten und einen fünften Platz. Johann Hartmann / Catherine Hartmann aus Frankreich hielten mit zwei dritten, zwei vierten und einem fünften Platz dagegen. In Summe reichte ein Punkt Vorsprung für die Tschechen zu Bronze.
Als bestes deutsches Paar erreichten Johann-Georg und Brigitte Salten Platz neun im Semifinale.

1. Piero Lassi / Sylvia Golini, Italien
2. Giovanni Boccu / Federica Gualina, Italien
3. Jan Hon / Jaroslava Honova, Tschechien
4. Johann Hartmann / Catherine Hartmann, Frankreich
5. Paolo Cisamolo / Rossana Caprara, Italien
6. Duilio Castelli / Paola Patrizi, Italien
7. Roberto Ajelli / Maria Luisa Bertacco, Italien
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9. Johann-Georg und Brigitte Salten, TSC Diamant Blau-Silber Lage

Italienische Doppelspitze und Bronze für Bauer/Fürsattel

Ingo Bauer/Sandra Fürsattel Foto: AK

WDSF Open Standard Senior III

Fast hätten es die Senioren III geschafft, das größte Turnier des Tages auf die Fläche zu bringen. Nur die Rising Stars Latein boten noch mehr Beteiligung auf: 176 Rising Stars hielten den Tagesrekord vor 172 Senioren III. Die mit Abstand größte nationale Gruppe bei den Senioren stellte Gastgeber Deutschland mit 102 Paaren, von denen immerhin eines das Finale erreichte. Italien schickte mit 41 Paaren die zweitgrößte Delegation an den Start und war mit drei Paaren im Finale vertreten. Ein Paar aus Chile (!) und zwei aus den USA sorgten dafür, dass zusammen mit Europa und Asien vier Kontinente das Parkett bevölkerten.
An der Spitze ging es sehr eng zu zwischen den Weltmeistern Massimiliano Ferrini / Elisabetta Galilei und ihren Landsleuten Vittorio Bramati / Silvia Martorelli, die Dritten der Europa- und der Weltmeisterschaft. Mit einem Punkt Vorsprung sicherten sich Ferrini / Galilei die Goldmedaille. Das Spitzenpaar der deutschen Rangliste, Ingo Bauer / Sandra Fürsattel, blieb dem italienischen Doppelpack wie schon auf der Welt- und der Europameisterschaft auf den Fersen und belegte den dritten Platz. (usr)

1. Massimiliano Ferrini / Elisabetta Galilei, Italien (7)
2, Vittorio Bramati / Silvia Martorelli, Italien (8)
3. Ingo Bauer / Sandra Fürsattel, TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg (15)
4. Fiorenzo Fortin / Marianna Voltan, Italien (19)
5. Roland und Eleonora Holub, Österreich (26)
6. Gokturk Yurtyapan / Asli Yurtyapan, USA (29)
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11. Rainer und Sabine Nolte, Grün-Gold TTC Herford
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14. Kim und Silke Bartels, TSA d. VfL Wolfsburg
18. Stefan Jacob/Margit Stiebritz, btc Grün-Gold der TG in Berlin
24. Holger und Birgit Staub, Grün-Gold-Club Bremen

Unsere Fotografen vor Ort:

AK = Andreas Klemm
BoBNL = Bob van Ooik
SoS = Sophia Schlücker
XF = Xenia Filter

von Gaby Michel-Schuck Uhr

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