Hessen tanzt - dritter Tag

Standard und Latein

Hessen tanzt - dritter Tag

Am dritten und letzten Tag von Hessen tanzt standen noch einmal 13 Entscheidungen an. Eingebettet in die beiden Blöcke am Sonntag wurde zum ersten Mal eine Europameisterschaft in der Eissporthalle ausgetragen. Den Anfang machten in der Frühe um 9 Uhr die Lateiner.

Hessen-tanzt-Gold und EM-Silber

Marc Becker/Nicole Giersbeck, TTC Fortis Maintal (Foto: Panther)

Sieben Paare vertraten vier Nationen in der Schlussrunde der Europameisterschaft der Senioren IIl Latein. Drei deutsche Paare ertanzten sich souverän den Finaleinzug. Nachdem Marc Becker/Nicole Giersbeck bereits am ersten Tag von Hessen tanzt mit ihrem Sieg bei den Senioren III Latein ihre Duftmarke gesetzt hatten, tanzten sie in ihrem ersten EM-Finale dieser Altersgruppe voll auf Angriff und holten sich im ersten Tanz den Sieg. Mit zweiten Plätzen in den folgenden vier Tänzen wurden sie Vizeeuropameister, während der Titel an den EM-Vize des Vorjahres, Frantisek Beres/Miriam Beresova, ging. Ihr EM-Bronzemetall aus 2025 verteidigten die Finnen Petri und Ulla Jarvinen.

Für Oliver Brosch/Tina Grassl konnte der Einstieg in die neue Altersgruppe nicht besser sein. Sie schafften ad hoc den Sprung ins Finale des Nationenwettkampfes und schrammten mit dem vierten Platz knapp an dem Treppchen vorbei. Achim Hobl/Kerstin Hahn freuten sich in Frankfurt über den EM-Finaleinzug, verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze und belegten Rang fünf. (MiSchu)

WDSF Europameisterschaft Senioren III Latein (74)
1. Frantisek Beres/Miriam Beresova, Slowakei (6,0)
2. Marc Becker/Nicole Giersbeck, TTC Fortis Maintal (9,0)
3. Petri und Ulla Jarvinen, Finnland (17)
4. Oliver Brosch/Tina Grassl, Tanzsportzentrum Stuttgart-Feuerbach (19)
5. Achim Hobl/Kerstin Hahn, Kitzinger TC (24)
6. Roberto Danero/Eleonora Cicro, Italien (30)
7. Livio Alvenini/Manuela Ottavi, Italien (35)
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8. Dirk und Fabienne Regitz, TSA d. TSG Weinheim

Noch ein Feuerwerk

Artur Balandin/Anna Salita, T.T.C. Rot-Weiß-Silber Bochum (Foto: Panther)

Mehr als 3 ½ Stunden nach Beginn standen die sechs Finalisten fest. Zu den drei deutschen Paaren gesellten sich jeweils ein Paar aus Dänemark, Litauen und China. Wie zum  Standardfinale am Vortag legten die Turniere auf den anderen Flächen eine Pause ein, damit sich die dort Aktiven unter das Publikum mischen konnten.

Mit allen Bestnoten setzten sich die deutschen Meister Artur Balandin/Anna Salita klar an die Spitze des Feldes. Sehr eindeutig ging es auf den folgenden Plätzen weiter. Die deutschen Vizemeister Daniel Dingis/Alessia-Allegra Gigli tanzten auf Platz zwei gefolgt von den Dänen Egor Kondratenko/Mie Lincke Funch.

WDSF International Open Latein (77)
1. Artur Balandin/Anna Salita, T.T.C. Rot-Weiß-Silber Bochum
2. Daniel Dingis/Alessia-Allegra Gigli, Grün-Gold-Club Bremen
3. Egor Kondratenko/Mie Lincke Funch, Dänemark
4. Vitalii Zakharov/Tabea Louisa Thaler, TC Blau-Orange Wiesbaden
5. Augustinas Trinkus/Beatrice Rupslaukyte, Litauen
6. Yang Zhen/Zhang Nan, China
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7. Andrei Petcu/Eveline Ishchenko, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
9. Justin Lauer/Rita Schumichin, TSC Saltatio Neustadt im TV 1860 Mußbach
10. Dimitrii Kalistov/Luna Maria Albanese, Grün-Gold-Club Bremen

Zum Gesamtergebnis

Estland vorne beim WDSF Open Junior II Latin

Tim Gordon / Luisa Huber, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim (Foto: Panther)

Vier Nationen waren im Finale der Junioren II Latein vertreten. Wie schon in der Standardsektion dieser Altersgruppe ging der Turniersieg an ein Paar aus Estland. Allerdings waren es hier Ronald Kogan und Alina Potapova. In der Samba hatten noch Tim Gordon und Elisa Huber aus Pforzheim vorne gelegen, die aber in den übrigen Tänzen und damit auch im Gesamtergebnis den zweiten Platz belegten. Auf den Plätzen drei und vier folgten mit Domas Lavinskas und Auguste Sliazaite sowie Girius Ramasauskas und Gaile Vaiciulaityte zwei litauische Paare, die lediglich im Paso Doble die Reihenfolge tauschten. Auf Platz fünf dann das zweite deutsche Finalpaar - Nikita Yakub und Anna Peterburgskiy aus Düsseldorf. Komplettiert wurde das Finale durch Deniz Mert Isik und Pelin Top aus der Türkei, die damit in beiden Sektionen Platz sechs im Finale belegten. (RP)

WDSF Open Junior II Latein (52)
1. Ronald Kogan / Alina Potapova, Estland
2. Tim Gordon / Luisa Huber, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
3. Domas Lavinskas / Auguste Sliazaite, Litauen
4. Girius Ramasauskas / Gaile Vaiciulaityte, Litauen
5. Nikita Yakub / Anna Peterburgskiy, TSZ Diamant Düsseldorf
6. Deniz Mert Isik / Pelin Top, Türkei

Wie auf der EM, aber ganz vorn

Serhii Kondratov/Jolie Pickshaus, Tanzsport Zentrum Heusenstamm (Foto: Panther)

Mit 34 Paaren aus elf Nationen ging das WDSF Open der Jugend Standard in die erste Runde. Der DTV stellte mit 21 Paaren rund zwei Drittel des Feldes, weitere acht Nationen waren jeweils nur mit einem Paar vertreten. Dazu kamen noch zwei Paare aus Frankreich und drei aus Tschechien.
Vier der 34 Paare hatten sich bereits zwei Wochen zuvor auf der Europameisterschaft in Moldawien getroffen. Zwei EM-Teilnehmer konnten sich auf dem Parkett in Frankfurt deutlich weiter vorn platzieren: Die EM-Semifinalisten (Platz 11/12) Mikhail Mokrushov/Sofia Kempf aus Israel gewannen „Hessen tanzt“ mit jeweils dem ersten Platz in vier Tänzen, die DTV-Vertreter Serhii Kondratov/Jolie Pickshaus, EM-Anschlusspaar zum Semifinale (13.), folgten den Siegern mit zweiten Plätzen in vier Tänzen und dem Sieg im Tango. Den dritten Platz belegten Romans Bogdanovs/Patricija Paula Vindele, ein ziemlich aktives Paar aus Lettland, das in Frankfurt sein achtes WDSF-Turnier in diesem Jahr bestritt. Die Plätze vier bis sechs gingen ebenfalls in den Osten Europas. (usr)

WDSF Open Jugend Standard (34)
1. Mikhail Mokrushov/Sofia Kempf, Israel
2. Serhii Kondratov/Jolie Pickshaus, Tanzsport Zentrum Heusenstamm
3. Romans Bogdanovs/Patricija Paula Vindele, Lettland
4. Augustinas Patockas/Erika Mikulska, Litauen
5. Filip Weglinski/Marika Homoncik, Polen
6. Eric-Mihai und Ingrid Maria Dragota, Rumänien

9. Viktor Waitz / Vladislava Yushkevich, Ahorn Club, TSA im PSV Berlin

Favoritensieg bei den Senioren II Standard, Überraschung auf Platz zwei

Maksim Tschernin / Diana Pierau, TSC Savoy München (Foto: Luana Sommer)

Beim WDSF Open der Senioren II Standard wurden die amtierenden Weltmeister Serhii und Olha Shulha aus den Niederlanden ihrer Favoriten eindrucksvoll gerecht. Alle fünf Tänze entschieden sie deutlich für sich. Die Überraschung folgte auf Platz zwei. Hier setzten sich die deutschen Meister und WM-Siebten Maksim Tschernin und Diana Pierau aus München gegen die drittplatzierten der letzten WM - Gatis Simsons und Julija Simsone aus Lettland - in allen fünf Tänzen durch. Die Plätze vier bis sechs lagen nur jeweils eine Platzziffer auseinander. Am Ende platzierten sich mit Miroslav Serak und Martina Grosupova sowie Tomas Kalina und Simona Kalinova zwei tschechische Paare auf den Plätzen vier und sechs. Dazwischen schoben sich Yvo Van den Bosch und Yan Yan Wong, ein weiteres Paar aus den Niederlanden, auf Platz fünf.

WDSF Open Senior II Standard (92)
1. Serhii Shulha / Olha Shulha, Niederlande
2. Maksim Tschernin / Diana Pierau, TSC Savoy München
3. Gatis Simsons / Julija Simsone, Lettland
4. Miroslav Serak / Martina Grosupova, Tschechien
5. Yvo Van den Bosch / Yan Yan Wong, Niederlande
6. Tomas Kalina / Simona Kalinova, Tschechien

von Petra Dres Uhr

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