Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr

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Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr

Fünf Tage Tanzsport vom Feinsten

Am fünften und letzten Tag der 38. German Open Championships gab es für die deutschen Paare noch vier Medaillen (drei Mal Silber und einmal Bronze), viele Emotionen, Tränen, Abschiede und am Ende den dritten Platz für Deutschland im Medaillenranking.

In den vergangenen fünf Tagen gab es 3.800 Starts von Athletinnen und Athleten aus rund 60 Nationen, hochkarätige Wettbewerbe vom Nachwuchs bis in die Weltspitze verbunden mit einer außergewöhnlichen Medienpräsenz.

Die letzten GOC-Medaillen 2026 ertanzten sich:
Silber: Sebastian Bier/Elisabeth Wilhelm (Junioren I Standard), Marc Becker/Nicole Giersbeck (Senioren III Latein) und Pam Heymanns (Rollstuhltanz Kombi Solo)
Bronze: Oliver Brosch/Tina Grassl (Senioren III Latein)

Ein letztes Mal Grand Slam, ein letztes Mal GOC 2026

Balandin/Salita Foto: BoBNL

WDSF Grand Slam Latin Adult

Und wieder endet eine GOC-Woche voller sportlichem Ehrgeiz, großer Emotionen, Freudensprünge und Tränen mit ihrem traditionellen Höhepunkt: dem GrandSlam Latin Adult im Beethovensaal.

Direkt im Anschluss an die emotionale Ehrung der Begründer des Turniers gehörte die Fläche noch einmal einigen der weltbesten Lateinpaare. Mehr als 200 Paare waren angetreten – darunter 24 der aktuellen Top 25. Ein Starterfeld, das deutlich zeigte, welchen Stellenwert die GOC im internationalen Tanzsport einnimmt.

Den gesamten Tag über wurde das Feld Runde für Runde kleiner. Erst gegen 23 Uhr standen jene sechs Paare fest, die im letzten Finale dieser GOC um die begehrten Medaillen tanzen sollten.

Artur Balandin / Anna Salita komplettierten das hochkarätige Finale auf Rang sechs. Konstantin Gorodilov / Polina Figurenko belegten Platz fünf, während Ionut Alexandru Miculescu / Andra Pacurar als Viertplatzierte das Treppchen nur knapp verpassten.

Die erste Medaille des Abends ging nach Dänemark: Malthe Brinch Rohde / Sandra Sorensen sicherten sich Bronze. Guillem Pascual / Illes Diandra-Aniela tanzten sich einen Platz weiter nach vorne und nahmen die Silbermedaille entgegen.

Ganz oben auf dem letzten Treppchen dieser GOC standen schließlich Bangbang Yan / Yujun Du. Sie setzten sich in einem der stärksten Starterfelder der Woche durch und krönten ihren GrandSlam mit der Goldmedaille.

Damit fiel kurz vor Mitternacht die letzte sportliche Entscheidung einer langen GOC-Woche. Nach hunderten Paaren, unzähligen Runden und fünf Tagen voller großer und kleiner Geschichten gehörte der Beethovensaal ein letztes Mal den Siegern – bevor es wieder heißt: Auf Wiedersehen bei der nächsten GOC. (KS)

1. Bangbang Yan / Yujun Du, China
2. Guillem Pascual / Illes Diandra-Aniela, Spanien
3. Malthe Brinch Rohde / Sandra Sorensen, Dänemark
4. Ionut Alexandru Miculescu / Andra Pacurar, Rumänien
5. Konstantin Gorodilov / Polina Figurenko, Estland
6. Artur Balandin / Anna Salita, T.T.C. Rot-Weiß-Silber Bochum
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12. Daniel Dingis / Alessia-Allegra Gigli, Grün-Gold-Club Bremen
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14. Vladyslav Tsykharnovskyi / Veronika Tsikhanovska, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
23. Vitali Zakharov / Tabea-Louisa Thaler, TC Blau-Orange Wiesbaden

Plätzetausch im Führungstrio

Sebastian Bier/Elisabeth Wilhelm Foto: XF

WDSF Open Standard Junior I

Das letzte Turnierangebot für die Junioren I galt den Standardtänzen. 42 Paare aus 17 Ländern Europas und Asiens bestritten dieses letzte Turnier, dessen Niveau von Runde zu Runde an Attraktivität gewann. Sechs Paare erreichten das Finale, vier von ihnen hatten auch schon in der Kombination und im Lateinturnier bis zur letzten Runde getanzt. Zwei dieser vier Paare erweiterten ihre bisherige Medaillensammlung auf drei – jeweils in unterschiedlichen Metallen. Die Sieger Ronin Moldovan / Zsofia Gombos hatten in der Kombination Silber gewonnen, aber in Latein das Treppchen knapp verfehlt. Im letzten Turnier gab es die Goldmedaille für den Sieg in allen fünf Tämzen. Die DTV-Vertreter freuten sich über ihre zweite Silbermedaille und hatten in der Königsdisziplin über zehn Tänze Bronze kassiert. Für die zweifachen Sieger Eduard Gabriel Croitoru / Ana Colbu blieb im letzten Turnier die Bronzemedaille.  (usr)

1. Ronin Moldovan / Zsofia Gombos, Rumänien (5)
2. Sebastian Bier / Elisabeth Wilhelm, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim (13)
3. Eduard Gabriel Croitoru / Ana Colbu, Rumänien (15)
4. Evgeni Morugin / Vera Rjabosapka, Estland (18)
5. Gabriel Boschi / Giorgia Mastrandrea, Italien (25)
6. Timurs Troksa / Veronika Bolbate, Lettland (29)
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7. Petrosian Hryhor / Daniela Wilhelm, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
10. Elias Schmidt / Alisa Gerich, TSZ Excellenz Baden-Baden

Europameister dominieren

Becker/Giersbeck Foto: Lexie

WDSF Open Latin Senior III

61 Paare aus 14 Nationen gingen an den Start. Das größte Kontingent stellte Gastgeber Deutschland mit 38 Paaren. Dahinter folgten Italien, Frankreich und die Schweiz mit jeweils drei Paaren. Neben zahlreichen europäischen Nationen waren auch Paare aus Israel und Japan am Start, sodass Tänzerinnen und Tänzer aus zwei Kontinenten auf dem Parkett standen.

An die Spitze des Feldes setzten sich die amtierenden Europameister und aktuellen Zweiten der Weltrangliste, František Bereš / Miriam Berešová aus der Slowakei. Mit fünf gewonnenen Tänzen feierten sie einen souveränen Start-Ziel-Sieg und unterstrichen eindrucksvoll ihre internationale Klasse.

Die aktuellen Weltranglistenersten Marc Becker / Nicole Giersbeck aus Deutschland belegten in vier Tänzen den zweiten Platz und sicherten sich damit die Silbermedaille. Auf Rang drei folgten die amtierenden Deutschen Meister Oliver Brosch / Tina Grassl, die mit vier dritten und einem zweiten Platz die Bronzemedaille gewannen.

Mit Dirk und Fabienne Regitz auf Platz vier sowie Achim Hobl und Kerstin Hahn auf Platz sieben erreichten zwei weitere deutsche Paare das Finale und rundeten das starke Ergebnis der Gastgebernation ab.

1. Frantisek Beres / Miriam Beresova, Slowakei
2. Marc Becker / Nicole Giersbeck, TTC Fortis Nova Maintal
3. Oliver Brosch / Tina Grassl, Tanzsportzentrum Stuttgart-Feuerbach
4. Dirk Regitz / Fabienne Regitz, TSA d. TSG Weinheim
5. Roberto Danero / Eleonora Cicero, Italien
6. Fabio Di Maria / Loredana Casadei, Italien
7. Achim Hobl / Kerstin Hahn, Kitzinger TC
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9. René und Martina Klatt, Schwarz-Silber Frankfurt
10. Thomas Schlehufer / Tajana Lusin, Boston-Club Düsseldoef
12. Jörg und Alexandra Heberer, TSC Blau-Weiß Walldorf

Im Wechsel durchs Finale: Slowakisches Gold und Deutscher Meistertitel

Pam Heymanns Foto: SoS

Rollstuhltanz Kombi Solo

Bei den Kombi-Solistinnen im Rollstuhltanz wurde im Rahmen der GOC die Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Nachdem zwei deutsche Tänzerinnen den Finaleinzug verpasst hatten, war die entscheidende Runde perfekt ausgeglichen besetzt: Drei Starterinnen aus Deutschland trafen auf drei Konkurrentinnen aus der Slowakei.
Diese Aufteilung setzte sich auch im Ergebnis fort. Deutschland und die Slowakei wechselten sich auf allen sechs Plätzen konsequent ab. Ganz an die Spitze tanzte Helena Kašická aus der Slowakei und sicherte sich Gold.
Direkt dahinter konnte Pam Heymanns vom RSC Frankfurt gleich doppelt jubeln: Mit Platz zwei holte sie Silber im Gesamtturnier und sicherte sich als beste deutsche Starterin den Deutschen Meistertitel.
Bronze ging mit Maria Dutková wieder in die Slowakei. Nicole Wodrich belegte Rang vier, gefolgt von Patrícia Albertová aus der Slowakei auf Platz fünf. Bettina Jungkunz von Rot-Gold Würzburg komplettierte das deutsch-slowakische Finale auf Rang sechs. (KS)

1. Helena Kašická, Slowakei
2. Pam Heymanns, RSC Frankfurt
3. Maria Dutková, Slowakei
4. Nicole Wodrich, Rollstuhltanz Neubrandenburg
5. Patrícia Albertová, Slowakei
6. Bettina Jungkunz, Rot-Gold Würzburg

Ein geteilter vierter Platz macht vier Deutsche Meister

Foto: SoS

Rollstuhltanz Standard Paare

Das Standardturnier der Rollstuhlpaare wartete am heutigen GOC-Tag in der Alten Reithalle mit einer Besonderheit auf. Denn hier ging es nicht nur um die Platzierungen des Turniers, sondern gleichzeitig auch um den Titel der Deutschen Meisterschaft.
Dieser Titel wird in diesem Jahr geteilt: Christian Wenkert / Eirini Empen und Andreas Böhm / Bettina Jungkunz belegten gemeinsam den vierten Platz. Als bestplatzierte deutsche Paare dürfen sich damit alle vier über den Titel Deutsche Meister 2026 freuen.
Auf dem internationalen Treppchen ging Bronze nach Malta. Steven Fenech / Andrea Naumann-Clemen ertanzten sich den dritten Platz.
Die beiden Spitzenplätze gingen geschlossen in die Slowakei. Alex Hvizdoš / Patricia Albertová sicherten sich die Silbermedaille, während Štefan Stropko / Mária Dutková das Turnier für sich entschieden und Gold mit nach Hause nehmen dürfen.
So sorgte ausgerechnet ein geteilter vierter Platz für eine der besonderen Geschichten dieses Turniers: zwei Paare, vier Titelträger und gemeinsam Deutsche Meister. (KS)

1. Štefan Stropko / Mária Dutková, Slowakei
2. Alex Hvizdoš / Patricia Albertová, Slowakei
3. Steven Fenech / Andrea Naumann-Clement, Malta
4.-5. Christian Wenkert / Eirini Empen, OSC Osnabrück
4.-5. Andreas Böhm / Bettina Jungkunz, Rot-Gold Würzburg

Sieg für Stefano und Tatiana Manni

Ehepaar Platz Foto: BoBNL

WDSF Open Standard Senior I

59 Paare aus 13 Nationen gingen an den Start. Das größte Kontingent stellte Gastgeber Deutschland mit 30 Paaren, gefolgt von Italien mit zehn Paaren. Neben zahlreichen europäischen Vertretern waren auch Paare aus Asien, Nord- und Südamerika am Start, was dem Turnier ein internationales Flair verlieh.
An die Spitze des Feldes setzten sich Stefano und Tatiana Manni aus Italien. Sie gewannen drei der fünf Tänze, in den beiden anderen belegten sie jeweils den zweiten Platz. Was auf den ersten Blick nach einem knappen Ergebnis aussieht, war letztlich jedoch eine klare Angelegenheit. Rainer Mauerhofer / Sabine Pux aus Österreich entschieden lediglich einen Tanz für sich und ertanzten zweimal den zweiten und zweimal den dritten Platz. Der verbleibende Sieg ging an die Italiener Jonny Ruscito / Noemi Agostino, die zudem einen zweiten, zwei dritte und einen vierten Platz verbuchten. Damit war der Abstand zwischen Platz zwei und drei deutlich geringer als zwischen Platz eins und zwei.
Die beiden deutschen Paare im Finale belegten die Plätze vier und fünf. Christian und Anja Platz setzten sich dabei gegen Tobias und Angelika Solymosi durch.

1. Stefano Manni / Tatiana Manni, Italien
2. Rainer Mauerhofer / Sabine Pux, Österreich
3. Jonny Ruscito / Noemi Agostino, Italien
4. Christian und Anja Platz, TSC Nordlicht Rostock
5. Tobias und Angelika Solymosi, TSK Sankt Augustin
6. Marco Rizzotto / Alina Klonova, Lettland
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13. Joachim Tennstedt / Carolin Schlosser, TSZ Blau-Gold Casino Darmstadt
15. Dennis Ciomber / Melanie Oberhauser, Art of Dance Köln
18. Markus und Silke Vogel, Tanzsportzentrum Stuttgart-Feuerbach
20. Mariusz und Marta Budek, Tanz-Sport-Athleten Schwarz-Gelb Rottweil
21. Le-Thanh Truong / Janina Thierack, TSC Astoria Karlsruhe
23. Robert und Katharina Ziener, Gelb-Schwarz-Casino München
24. Armin Balk / Anja Frieling-Rapp, Top Tanz Club Rot-Gold Schwäbisch-Hall

Deutscher Finalplatz und Italienisches Doppel auf dem Treppchen

Elaine Yiyan Lin Foto: XF

WDSF Open Solo Latin Female Juvenile II

Früh starteten 64 Tänzerinnen in den GOC-Tag: Bereits um 9:15 Uhr begann das erste Turnier des Tages. Bis zur Entscheidung gegen 16 Uhr sorgten zahlreiche mitgereiste Eltern am Flächenrand für lautstarke Unterstützung und gute Stimmung.
Am Ende hatte Italien doppelten Grund zum Jubeln. Melissa Stigliano setzte sich an die Spitze des Feldes und sicherte sich Gold. Ihre Landsfrau Regina Maria Barone ertanzte sich Bronze. Dazwischen nahm Yu Hsuan Sung aus Chinese Taipei mit Platz zwei die Silbermedaille mit nach Hause.
Melaniia Khlgatian aus Armenien verpasste das Treppchen auf Rang vier knapp. Von den 16 deutschen Starterinnen schaffte Elaine Yiyan Lin vom TSZ Blau-Gold Casino Darmstadt den Sprung ins Finale und belegte den fünften Platz. Alice Siya He aus Slowenien komplettierte die Finalrunde auf Rang sechs. (KS)

1. Melissa Stigliano, Italien
2. Yu Hsuan Sung, Chinese Taipei
3. Regina Maria Barone, Italien
4. Melaniia Khlgatian, Armenien
5. Elaine Yiyan Lin, TSZ Blau-Gold Casino Darmstadt
6. Alice Siya He, Slowenien

von Gaby Michel-Schuck Uhr

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